Gegen
die Wirecard AG aus Grasbunn liegt bei der Staatsanwaltschaft München
I. seit einer Woche eine Anzeige wegen Geldwäscheverdachts vor. Der
zuständige Ermittler sei Oberstaatsanwalt Wolfgang Natale. Auf eine
entsprechende Anfrage des Fianznachrichtendienstes GoMoPa.net bestätigte
die Pressesprecherin, Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger: "Gegen
die Wire Card liegt uns eine Anzeige vor, wir prüfen den Vorgang."
Nach Unterlagen (rechts Auszug aus der Anklageschrift) der amerikanischen Bundespolizei
FBI soll die bayerische Wirecard Bank AG im Auftrag der englischen Immobilienfirma
Bluetool Limited im vergangenen Jahr 5,7 Millionen US-Dollar (4,2 Millionen
Euro) nach Florida an den dort lebenden Berliner Immoblienmakler Michael Olaf
Schütt (28) überwiesen haben. Allerdings, so das FBI, waren die
Gelder nicht für Immobiliengeschäfte bestimmt, sondern dienten dazu,
illegale Gewinne aus verbotenen Glücksspielen in Online-Casinos auszuzahlen.
Michael Olaf Schütt (28)
Das FBI stürmte am 18. Februar 2010 das Luxusapartment von Schütt
in Naples und warf dem Deutschen vor: Er habe seit dem 1. November 2007 über
ein Firmennetzwerk von 424 Firmen rund um seine US AG 24, für die er 40
Konten bei der Bank of America eröffnete, 70 Millionen Dollar (51 Millionen
Euro) aus Deutschland an 23.000 illegale Pokerspieler in den Vereinigten Staaten
verteilt.
Das FBI hatte 2.47 Millionen Dollar (1,82 Millionen Euro) von seinen zahlreichen
Bankkonten beschlagnahmt, 10.000 Dollar (7.354 Euro) fanden die Beamten cash
bei ihm zuhause, außerdem zwei Damen-Brillantringe, einen Audi Quattro
7, einen Porsche 911 Carrera und vier Rolex-Uhren. Auch diese Sachen wurden
eingezogen, da sie mit illegalem Geld bezahlt worden sein sollen.
Die Spieler großer Online-Casinos beschwerten sich, dass keine Kreditzahlungsüberweisungen
mehr funktionieren.
Nach
34 Tagen Untersuchungshaft kam Schütt schon am 23. März 2010 gegen
Auflagen und einer Kaution von 100.000 Dollar (74.000 Euro) auf freien Fuß,
weil er gegenüber dem Richter ein umfassendes Geständnis ablegte.
Gemäss Anklageschrift sind die Einzahlungen über Mastercard und Visacard
erfolgt und über die Wirecard Bank abgewickelt worden. Die Wirecard Bank
hat bei beiden Karteninstituten den Status des Aquirierers.
GoMoPa.net fragte bei der Wirecard AG (400 Mitarbeiter, 10.000 Geschäftskunden,
8,4 Milliarden Euro Transaktionsvolumen im Jahre 2009, seit 25. Oktober 2000
an der Frankfurter Wertpapierbörse) nach.
Eine Unternehmenssprecherin stellte gegenüber GoMoPa.net klar:
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