Antrag zum DJV Verbandstag vom 5. - 7.
November diesen Jahres in Kassel:
„Der DJV fordert Verlage sowie
Journalistinnen und Journalisten auf,
die Praxis, aufgezeichnete Interviews
im Nachhinein autorisieren zu wollen,
sie wesentlich zu verändern oder
deren Veröffentlichung völlig
zu untersagen, nicht zu akzeptieren.
Der Bundesvorstand wird aufgefordert,
unverzüglich mit der dju in ver.di,
dem BDZV und dem VDZ Gespräche über
ein gemeinsames Vorgehen gegen diesen
Autorisierungswahn zu führen, der
dem Pressekodex des Deutschen Presserates
widerspricht.
Der Bundesvorstand wird aufgefordert,
den Leitfaden zur Autorisierung von Interviews
umgehend zu überarbeiten, damit
sich Freie Journalistinnen und Journalisten
gegen diese Praxis besser wehren können.
Begründung (Gekürzt): „[…]
Der deutsche Journalismus und die Leser
leiden unter einem Autorisierungswahn
von Politikern und Personen des Öffentlichen
Lebens. […].
Prominente versuchen zudem, die
Rechte von Journalisten einzuschränken,
in dem sie nur eine einmalige Veröffentlichung
gestatten. Permanent ignorieren
sie den Pressekodex des Deutschen Presserates:
Ein Wortlautinterview ist auf jeden Fall
journalistisch korrekt, wenn es das Gesagte
richtig wiedergibt.
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