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bei Heise
(Archivkopie)
Das Berliner Kammergericht hat entschieden, dass Greenpeace ab
sofort wieder die Domain oil-of-elf.de nutzen darf, teilte die
Umweltschutzorganisation am heutigen Dienstag mit. Unter www.oil-of-elf.de
hatte Greenpeace Informationen über die ihrer Meinung nach "katastrophalen
Umweltverhältnisse in sibirischen Ölfördergebieten" verbreitet
und die "Mitverantwortung von TotalFinaElf" angeprangert.
Der Ölkonzern TotalFinaElf hatte
dagegen geklagt – das Unternehmen hatte argumentiert, dass
der Domainname eine zu große Nähe zur Homepage des Konzerns
habe – und vor dem Berliner Landgericht im März zunächst
den Rechtsstreit gewonnen. Greenpeace will nun baldmöglichst
mit der Seite "oil-of-elf.de" wieder im Internet vertreten
sein. Ob TotalFinaElf gegen das Urteil in Revision gehen wird,
ist derzeit noch nicht bekannt.
Die Richter des Berliner Kammergerichtes kamen zu dem Schluss,
dass in diesem Streit das Markenrecht nicht berührt sei. Der
Senat des Kammergerichts betonte vielmehr, dass in der Interessensabwägung
das Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit Vorrang habe. Dies
schließe die Nennung des Namens Elf auch in einer Domain
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